Das dürft ihr auf keinen Fall verpassen!

Das Oktoberfest ist das größte Volksfest weltweit. Jährlich werden Besucher aus der ganzen Welt erwartet. Doch was ist die beliebteste Attraktion auf der Festwiese? Wie bindet man seine Schürze richtig? Und wie bestellt man sich ein Bier? Diese und viele weiteren Fragen beantworten wir euch im folgenden Artikel.

1. Einzug der Wiesnwirte!

Der Einzug der Oktoberfest-Wirte ist jedes Jahr aufs Neue eines der größten Highlights und das schon seit 1887. Um 11 Uhr geht’s los. Die Zeltwirte fahren mit blumengeschmückten Pferdekutschen auf die Theresienwiese ein und haben die ersten Bierfässer bereits aufgeschnallt. Dabei werden sie von der hauseigenen Musikkapelle begleitet. Der Umzug erstreckt sich von der Stadtmitte am Sendlinger Tor bis in die Zelte. Der krönende Abschluss des Umzugs ist der Anstich des ersten Bierfasses durch den Münchner Oberbürgermeister.
Doch von wo könnt ihr den Umzug am besten sehen? Wenn ihr danach zum Oktoberfest wollt, solltet ihr euch einen Platz nahe der Festwiese suchen. Wollt ihr euch jedoch nur den Umzug ansehen, ist ein Platz am Anfang des Umzugs, am Sendlinger Tor, am besten für euch.
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2. Haltet euch auf dem Teufelsrad!

Das Teufelsrad ist eines der bekanntesten Wiesn-Fahrgeschäfte. Schon seit 1910 können die Besucher dort ihr Geschick beweisen. Das Ziel ist einfach erklärt, doch sehr schwer zu erreichen: Man setzt sich auf eine sich drehende Scheibe inmitten der Zuschauer. Werner Simmel, der schon seit 1994 im Teufelsrad arbeitet, versucht mit Schaumstoffbällen und frechen, bayerischen Sprüchen die Leute zu Fall zu bringen. Wer zuletzt noch sitzt, hat gewonnen. Einmal Eintritt bezahlt, könnt ihr euch, solange ihr möchtet, auch als Zuschauer, im Teufelsrad aufhalten.

3. Tradition auf der „Oiden Wiesn“

Seit dem Jahr 2011 gibt es die Oide Wiesn, ein Teil des Oktoberfests, dessen Schwerpunkt auf einer traditionell bayerischen Atmosphäre liegt. In verschiedenen Zelten wird ein vielseitiges Programm aus Volkstänzen, Musikkapellen, Plattlern und Goaßl-Schnalzern geboten. 2019 gibt es die Oide Wiesn wieder und sie erfreut mit alter Tradition und bayerischem Brauchtum – ein Muss für alle Besucher.
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4. Wie tragt ihr die bayrische Tracht richtig?

Die bayrische Tracht scheint für Außenstehende zwar kompliziert, hat jedoch nur ein paar einfache Regeln:  1. Eine Lederhose sollte aus Leder bestehen und nicht aus Plastik oder Stoff. Ebenso sollte sie körperbetont sitzen und die „Wadln“ zeigen.  2. Ein Dirndl bedeckt die Knie.  3. Glitzer und Tüll - nein! Gedeckte Farben und schlichte Formen - ja! Auch gibt es bei dem richtigen Binden der Dirndlschleife klare Regel – der eigene Blickwinkel ist dabei richtungsweisend: Rechts: Vergeben, Links: Single, Vorne: Jungfrau, Hinten: Witwe/Kellnerin.

5. Das Wiesnzelt ist zu! Was tun?

Nicht nur am Wochenende, auch unter der Woche ist das Oktoberfest eine beliebte Attraktion. Deshalb sind gerade die Zelte nach kürzester Zeit voll und die Türen werden geschlossen. Unser Tipp: Nie am Haupteingang anstellen. Denn rund um das Zelt gibt es weitere Eingänge, die oft noch offen sein können. Wenn im Zelt gar nichts mehr geht, kann man seine Zeit auch im Biergarten genießen. Die Zelte schließen jeden Tag um 23.30, das letzte Bier gibt es um 22:30. Im Käferzelt und Weinzelt kann man noch bis 1 Uhr nachts weiterfeiern.
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6. Bayrisches Essen

Das Essen gehört auf der Wiesn dazu, wie das Bier. In den Zelten ist es jedoch oft sehr teuer und auch die Atmosphäre lädt nicht zum entspannten Speisen ein. Wir raten euch deshalb, an einer der zahlreichen Essensbuden etwas zu kaufen oder das halbe Hendl im Biergarten zu bestellen, bevor man ins Zelt geht. Aber „Obacht“: Das Wiesn-Bier ist stärker als normales Helles – daher auf jeden Fall etwas essen!

7. Mit bayrischem Wissen Eindruck machen

Das Oktoberfest gibt es schon lange. Doch weiß kaum ein Besucher, was er gerade feiert. Ihr wollt mit eurem Wissen glänzen? Dann erzählt doch, wie die Wiesn überhaupt entstanden ist:
Seit dem Jahr 1810 findet das Oktoberfest auf der Theresienwiese in München statt. Anlässlich der Hochzeit von König Ludwig I. und Prinzessin Therese von Bayern wurde am 12. Oktober 1810 auf der Festwiese eine große Feier organisiert. Das Fest wurde immer wieder vergrößert und seitdem jedes Jahr wiederholt.

8. Bayrisch sprechen

Für viele ist Bayrisch eher eine Fremdsprache, als ein Dialekt. Auf dem Oktoberfest wird es jedoch gern gesehen, wenn man sich ein paar Floskeln aneignet. Darum haben wir für euch die wichtigsten bayrischen Ausdrücke für euren Wiesnbesuch zusammengestellt.
Hallo, ist dieser Platz noch zu haben? – Servus, is do no frei?
Ein Liter Bier bitte – Oa Maß, biddscheen. (Vorsicht bei der Aussprache: Kein langes A!)
Ich nehme ein halbes Hähnchen – Oa hoibs Hendl, biddscheen.
Möchtest du mich küssen? – Mogst schmusn‘?
Du bist eine schöne Frau – Du bist a fesch‘s Deandl.
Herrgott nochmal – Harrgoddsa.
Achtung - Obacht! (Heben des linken Zeigefingers inkludiert)
Schon okay (auch beim Geben von Trinkgeld) - Bassd scho.
Hast du mich verstanden? – Host mi?


Wir wünschen viel Spaß bei eurem Besuch auf dem Oktoberfest. Wenn ihr noch nach einer Unterkunft sucht, schaut euch doch mal unser Oktoberfestangebot an. Inkludiert sind sogar eine Zeltreservierung und ein Verzehrgutschein im Wert von 25 € pro Person.